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06886 Lutherstadt Wittenberg 
Luzherstraße 43 a
Tel./Fax.:03491 / 886371
 Die Kleine Galerie 
des Kulturbundes 
zeigt

Grafik und Malerei
von Richard Tietze


Wittenberger Ansichten, Farblinolschnitte


Marktplatz Wittenberg, Farbholschnitt



Herbst in der Hohen Tatra

Bergsee in der Hohen Tatra

Sommerblumen, Aquarell

Sommerblumen, Farblinolschnitt

So schreibt diePresse

 
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                           itteldeutsche Zeitung Wittenberg, 28. Januar 2012
Blick ins Werk eines Malers und Vaters
Ausstellung  Tochter Hannelore Walde zeigt beim Kulturbund Grafiken, Schnitte
und Malereien von Richard Tietze.
VON CLAUDIA LASSLOP

WITTENBERG/MZ - 90 Jahre alt wäre der Künstler Richard Tietze im Dezember 2010 geworden. Zu diesem Anlass wollte Hannelore Walde die Werke ihres Vaters beim Kulturbund in Wittenberg ausstellen. Durch dessen Umzug vor einem Jahr hatte sich das Vorhaben verzögert. Nun sind die Grafiken, Gemälde und Schnitte von Richard Tietze in den Räumen in der Wittenberger Lutherstraße ausgestellt.

 „Manche Werke hätte
mein Vater nicht
 ausgewählt."

Hannelore Walde
Tochter von Richard Tietze

Geboren 1920 im niederschlesi-schen Gremsdorf, machte Richard Tietze zunächst eine Lehre als Schlosser und technischer Zeichner, studierte später Berufsschulpädagogik und Maschinenbau und war bis 1968 Berufsschullehrer. „Nach einem schweren Herzinfarkt mit 45 Jahren wendete er sich verstärkt seinem Hobby, der Malerei, zu, Aquarellieren und Öl. Später hat er sich dann mehr auf die grafischen Arbeiten konzentriert", erzählt Hannelore Walde über ihren Vater, den Künstler.

Gerade diese Grafiken, Holz- und Linolschnitte sowie Radierungen sind bis heute typische und bekannte Motive der Lutherstadt, die meisten in Schwarz-Weiß, einige in Farbe. Die Schnitte rufen bei Hannelore Walde ganz persönliche Erinnerungen wach: „Er hat abends am Schreibtisch gesessen, geschnitten und die Linolschnipsel rumgeschnipst", erzählt sie lachend. Auch über die Schwierigkeiten, überhaupt das notwendige Material zu bekommen, kann sie heute lächelnd sprechen: „Zu DDR-Zeiten gab es ja kein Material, heute macht man den Katalog auf und bestellt Holz- und Linoleumplatten."
Nachdem Tietze nicht mehr als Lehrer arbeiten konnte, widmete er sich ganz seiner Kunst, begann 1978 ein Malerei- und Grafikstudium in Halle und leitete in Wittenberg Mal- und Zeichenzirkel. Einige Besucher der Ausstellungseröffnung konnten sich an eben diese Zirkel noch gut erinnern.
Die Auswahl der Arbeiten, die bis Mai in zwei Räumen des Kulturbundes zu sehen sind, fiel Hannelore Walde schwer, obwohl sie bei ihrer Arbeit im Kunst- und Kulturverein Kemberg nicht selten Ausstellungen macht. Allein aufgrund der Fläche musste sie auswählen. In einem Raum sind nun die Grafiken versammelt, im anderen die Malereien. Die Aufteilung wurde
auch vom Ausstellungsraum selbst    inspiriert: „Ich habe die Bilder aus dem   Blickwinkel eines Betrachters ausgewählt, der malen lernt." Und da, wo jetzt die Aquarelle von Richard Tietze hängen, kommt jeden Dienstag der Malzirkel des Kulturbundes zusammen.
Der farbige Teil der Werke gefällt Walde selbst am besten. Einer ihrer Favoriten: Eine Monotypie, bei der Farbe auf Glas gespachtelt und damit anschließend ein einziger Abdruck gemacht wurde. „Für mich war er der Maler, für andere der Grafiker." Auch die Darstellungen von Winterlandschaften gehören zu ihren Lieblingen: „Winter ist schwer zu malen, weil so viel weiß ist. Und dann soll das trotzdem leben." Ihrem Vater, der 1992 gestorben ist, sei das gelungen. Wobei sie vermutet, dass er die Ausstellung anders gestaltet hätte: „Manche Werke hätte er wahrscheinlich nicht ausgewählt, hätte sie nicht perfekt genug gefunden."
Dass ein Schreiber viel schreiben kann, aber nur ein Maler die Dinge richtig festhält, heißt es später zur Eröffnung der Ausstellung. Bis Mai sind die Werke Richard Tietzes beim Kulturbund zu sehen.
O| Die Ausstellung in der Wittenberger  Lutherstraße 43a ist jeden Dienstag zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet, außerdem während der Abendveranstaltungen und nach Vereinbarung.
Die Ausstellung ist von Februar bis Mai 2012
Dienstag von 10.00 - 14.00 Uhr, außerdem zu den 
Abendveranstaltungen nach Vereinbarung geöffnet..
Die Eröffnung der Ausstellung fand am Donnerstag
den 26. Januar, um 16 Uhr im Kulturbund statt.



 
 
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