meta name="date" content="30.10.2013">
06886 Lutherstadt Wittenberg 
Lutherstraße 43 a
Tel./Fax.:03491 / 886371
Die Kleine Galerie
des Kulturbundes 
zeigt

Hans-Jürgen Wittig
" Buen Camino "


Alte romanische Pilgerbrücke


Hans-Jürgen Wittig

-        Klaus-Jürgen Wittig
Geb. 1938 in Berlin.
Aufgewachsen in Sachsen.
Nach Jahren der Wanderschaft wieder an seinem Geburtsort angekommen.
Studium Technik Karl-Marx- Stadt, 
Design Paris und Wirtschaft Bad Harzburg,
Ausstellungen im In- und Ausland.
Studienfahrten in die Mittelmeerländer und darüber hinaus.

 weitere Bilder auf der Homepage von K.-J. Wittig

Die Ausstellung  wird am 11. April 2014, 18 Uhr in der Lutherstraße 43a (ehemals Cafe Mona) eröffnet



3. Tag: Weizenfelder bei Martes

4. Tag: Die Burg von Ruesta

Wegmarken

Zu meinem 50. Geburtstag schenkte mir ein Freund  einen Bildband über den Jakobsweg. Dieses Buch habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder einmal in die Hand genommen und dabei ist die Sehnsucht gewachsen, diesen Weg doch einmal zu gehen.
Letztes Jahr war es endlich so weit. Eine Freundin hier von Berlin ist diesen Weg vor Jahren schon einmal gegangen und wollte das wiederholen. 
Ich war dabei. Vor allem ihr Vorschlag, den Weg nicht auf der üblichen Route zu gehen, hat mir gefallen. Hatte ich doch im Internet nachgelesen und war über die Anzahl der Pilger verblüfft. Mehr als 180.000 waren es im Jahre 2011. Eine Massenveranstal-tung , die ich überhaupt nicht liebe. Wir wollten also den Weg teilen:   Zuerst den Camino Aragones vom Somportpass bis nach Puente la Reina, dann den Camino Frances nach Burgos und zum Schluss den Camino Primitivo von Oviedo nach Santiago de Compostela.
Das versprach spannend zu werden, ist doch der Camino Primitivo als erster Pilgerweg der Geschichte mit seinen 280 Kilometern besonders anspruchsvoll. Er hat viele Pässe, ist sehr grün und ist auch nicht besonders viel begangen. Insgesamt würden es zirka 680 Kilometer werden. Und da wir sechs Wochen Zeit hatten, blieb auch noch Zeit für Finisterre am Atlantik.
Was treibt mich eigentlich auf diesen Weg? Nur die alte Sehnsucht, oder ist es nochetwas anderes?
Ich habe in den letzten Jahrzehnten in Südtirol gelebt und bin dort viel auf den Berg gegangen.  Aber weit wandern? Nicht so mein Ding. Ich lebe jetzt in Berlin. Meine Frau, eine Boznerin, ist 2004 gestorben - ich bin aus diesem wunderschönen Land geflüchtet. Die vielen Erinnerungen habe ich nicht ausgehalten. 
Und ausgerechnet in Berlin bin ich - nicht geplant- gelandet.    Die Erinnerungen habe ich mitgenommen, aber sie sind nicht mehr so körperlich spürbar.      *
Ich fühle mich gut.
Was ist es also?
Meine religiösen Gefühle sind nicht besonders entwickelt und mit meinen Sünden kann ich auch ganz gut leben.   Es muss also etwas anderes sein. 
Es ist sicher eine sportliche Herausforderung, aber auch das kulturelle Erleben. Ein anderes Land und das zu Fuß.
Es bleibt Zeit zum Schauen, zum Staunen. Meine Kamera habe ich dabei, auch Tagebuchnotizen möchte ich machen. Und was ich immer noch habe - eine große Neugier. Das treibt mich an. Das ganze Leben schon.
Die körperlichen Anstrengungen des Weges sind jetzt schon lange zu Ende.
Rückblickend  habe ich den Wegverlauf, die  gegangenen Wegstrecken und -zeiten rekonstruiert. Ich habe unterwegs Menschen kennengelernt, mit denen ich bestimmte Wegabschnitte gemeinsam zurücklegte und noch heute verbunden bin.
Diese Nachbearbeitung war ein wunderbares Erlebnis.
So bin ich meinen Jakobsweg gewissermaßen noch einmal gegangen und habe ihn noch
einmal nachempfunden. Davon zeugen die verschiedenen Landschaften, die ich zurückschauend gemalt habe.

Noch in Arbeit

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