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Armin Joiko 2004 |
| Armin Joiko - Aus meinem Zyklus
" Geschichten eines Untermieters "
Mein Debüt als Untermieter. Täglich fuhr ich mit den Zug von Halle nach Köthen an die
dortige Ingenieurschule, damals als ich siebzehn war. Fünfundvierzig
Minuten, eine Zeit die nicht allzu sehr zu Buche schlug. Aber dann, als
die Wintermonate kamen wurden aus 45 Minuten mitunter 450 und auf der Rückfahrt
war es nicht besser. Oft kamen wir in Köthen so spät an, dass
es geraten schien mit den nächsten Gegenzug gleich wieder heimzufahren.
Also reifte die Idee ein Zimmer in Köthen zu mieten. Nun bekamen mein
Freund Wulf und ich von der Zimmervermittlung der Schule ein Zimmer zugewiesen,
bei einer Frau Meiling in der Nähe des Bahnhofes. Also machten wir
uns frohgemut mit zwei Bettstellen auf einen Handwagen, Frau Meiling hatte
der Schule mitgeteilt dass diese mitzubringen wären, auf den Weg zu
unseren neuen Quartier.
Krebsvorsorge "Ich habe ja solche Angst, dass es Krebs sein könnte." Mit diesen Worten stürzte Frau Meiling, unsere Zimmerwirtin eines Morgens im Unterrock in unser Zimmer. Wulf war schon zur Vorlesung und ich saß gerade beim Frühstück. "Was ist denn los, warum haben Sie so Angst vorm Krebs?" "Ach fühle mal meine rechte Brust, da ist so eine Verhärtung, hier siehst du, fühle mal!" Vor mir stand die dicke Frau mit ihren gewaltigen Busen und ich genierte mich letzteren zu begrapschen und schaute ganz verlegen der Frau in ihr angstverzogenes Gesicht. "Na nun hab Dich nicht so, gib mal deine Hand her, ich könnte ja Deine Mutter sein." "Drum eben!" murmelte ich. Resolut ergriff sie eine Hand von mir und führte sie an ihren rechten Busen und drückte sie fest drauf. "Spürst du den kleinen Knoten an dieser Stelle?" Sei dass ich damals zu wenig Ahnung über die Konsistenz weiblicher Brüste hatte oder sei es dass mein Tastsinn in dieser Beziehung noch nicht so ausgeprägt war, ich konnte von einem Knoten nichts spüren und sagte dies, auch in der Hoffnung die aufgeregte Frau zu beruhigen. "Fass mal fester zu, dann spürst du es bestimmt." herrschte sie mich an. Ich drückte etwas fester und konnte trotzdem nichts spüren. Aber um nun nicht länger diesen Riesenknödel drücken zu müssen sagte ich, ja ich spüre eine kleine Verdickung. "Siehst Du, ich hab es doch auch gefühlt. Du hast so schöne warme Hände, da reibst du mir die Stelle und die andere Brust mal mit Salbe ein und du musst die auch schön kräftig einmassieren." dabei reichte sie mir eine Tube Vipratox, ein Schlangengiftpäparat, welches gegen Rheumabeschwerden und Muskelzerrungen genommen wurde. Was soll ich sagen, ich getraute mir nicht ihr diesen Dienst zu verweigern und habe den Busen, der durch das Schlangengift ganz rot wurde, kräftig massiert. "Ach tut das gut, ach tut das gut!" Sagte sie mehrmals und ich hatte den leisen Verdacht dass ihr Knoten ganz woanders war. Der Bahnhofsvorsteher oder das Ende ein großen Liebe. "Ach meine Jungs, ich will noch einmal den Schritt ins Leben wagen.
Ich habe mich verlobt." Mit diesen Worten nahm uns Frau Meiling beide bei
den Köpfen und drückte uns fest an ihren voluminösen Busen..
Der Wulf und ich wollten vor Lachen losprusten, aber es ging nicht, unsere
Köpfe waren ja wie in einem großem Kissen versunken. "Ja
ich habe mich verlobt, und im nächsten Monat werden wir schon heiraten."
"Wer ist denn der Glückliche?" wagte ich zu fragen. "Nun er ist verwitwet
wie ich und er ist auch so alt wie ich, zweiundfünfzig. Er ist Bahnhofsvorsteher
in Elsnigk, so etwas wie ein Beamter. Ach ich bin ja so glücklich!"
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Erste Übungen im Laboratorium im Weißen Gebäude 1956 |
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Pfingsten 1957 am Petersberg
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